Wer das Schicksal programmiert?

“Na, das will ich doch tunlichst selbst machen...” denken vermulich die meisten Menschen. Vielleicht denken Informatiker: “Wenn uns da mal die K.I. nicht dazwischen kommt!”

Diesen Gedanken nutzt Christian J. Maier zur Konstruktion seines Thrillers (siehe Cover oben).

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Big Four, China und Status Quo?

Den Status Quo dürften die meisten dem Thema K.I. zugeneigten Leser*Innen kennen: die angelsächsisch geprägte Welt verfolgt einerseits neugierig und positiv gespannt, was GAFA (“the big four”) und Konsorten an Erfolgen einfahren und beäugt andererseits negativ gespannt, also sehr kritisch, den chinesischen Überwachungsstaat mit zig Millionen Kameras an (nicht nur ?) öffentlichen Plätzen, um das Social Scoring zu perfektioniern.

Mal in die Zukunft schauen?

Meier springt ein wenig in die Zukunft und läßt sowohl den Osten (i.W. China) und den Westen (i.W. USA) die Perfektion soweit erreicht haben, dass sich Steigerungen in der Technologienutzung nur dadurch erreichen lassen, daß man dem Mitbewerber direkt ans Leder geht. Natürlich machen die Regierungen das nicht selbst — da entwickelt Meier ein Netz von Protagonisten und Antagonisten.

Mit den Helden geht es dann auf eine Reise um die Welt: Start in Shanghai kommen Frankfurt, Stuttgart, Tokio und Boston ins Spiel. Alles Orte, an denen sich die Helden erst einmal bewähren müssen, bevor es zum Finale kommt.

Vom Quantencomputer zur K.I.

Vor dem Hintergrund aktueller Krisen hat mich persönlich unter anderem die Neugier zum Buchkauf verführt, welche Blüten das direkte aufeinandertreffen der K.Is. in einem Thriller treiben könnte und was dem promovierten Physiker Christian J. Maier hierzu einfällt? Kein Spoiler: Wenn es um die K.I. geht, ist die Phantasie meiner ThesisschreiberInnen nicht sehr viel weniger ausgeprägt. Ein weiterer Beweggrund: ich kannte Christian J. Meiers “Kurze Geschichte vom Quantencomputer“. (Werde ich demnächst mal hier kurz vorstellen.)

Fazit?

Das Buch hat mich über den Jahreswechsel 2022 / 2023 gut unterhalten. Gut geschrieben, leicht zu lesen und streckenweise tatsächlich spannend. Vor allem, wenn es dem Final entgegen geht. Vier von fünf Sterne. vier von fünf Sternen

Have fun storming the castle

Ihr Prof. J. Anton Illik